Triathlon in Bornhöved aus Sicht einer „Breitensport-Triathletin“

Nun bereits zum dritten Mal bin ich bei schönstem Sommerwetter in Bornhöved an den Start gegangen. Diese tolle Veranstaltung zieht jedes Jahr mehr und mehr Athleten (auch aus vielen anderen Bundesländern) an, so dass erstmalig sogar Wartelisten vorgehalten wurden, da die Schwimmkapazitäten mit mehr als max. 120 Startern voll ausgelastet sind. Um 11.00 Uhr sollten wir dann, nach den Schüler/innen, als „Jedermannfrauen und Sprintfrauen“ auch endlich starten.


Der Schwimmstart vom Strand aus, wurde mal wieder von reichlich Tritten und Schlägen begleitet; nach 150 m (der 1. Wendeboje) entzerrte sich das Feld und auch ich konnte endlich im gewohnten Rhythmus los schwimmen. Der Übergang zur Wechselzone wurde, wie bereits aus den Vorjahren gewohnt, von Sambaklängen begleitet, so dass der Anstieg zur Wechselzone nicht mehr ganz so schwer viel. In der Wechselzone bot sich für mich dann ein gewohntes Bild, das Rennrad von Andrea war bereits weg, obwohl eine ganze Reihe von Rädern noch auf ihren Plätzen stand. Dank Schuhen, die an den Pedalen befestigt waren, konnte ich 2 Konkurrentinnen bereits beim Aufsteigen aufs Rad überholen. Die Radstrecke verleitet durch ein sehr „hügeliges Profil“ dazu, sich „auszublasen“. Da ich auf eine solche Erfahrung aus dem Vorjahr gerne verzichten wollte, nahm ich mir vor, mich in diesem Jahr ein wenig „zurück zu halten“. Dennoch war ich es aus den letzten Wettkämpfen gewohnt, irgendwann die Trikotfarbe „orange“ von Andrea Tack zu überholen. Aber auch auf der 2. Radrunde war Andrea noch nicht in meine Sichtnähe gerückt. Beim Übergang auf die Laufstrecke begegnete ich ihr dann aber in der Wechselzone.


Glückwunsch an dieser Stelle noch einmal für eine, aus meiner Sicht, tolle Radzeit an Andrea, denn auch ich war mit einer erneuten Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 32 km/Std. sehr zufrieden. Beim Überholvorgang nach ca. 300m auf der Laufstrecke konnte ich Andrea noch kurz zuraunen „du bist ja super Rad gefahren“, Andrea entgegnete daraufhin „ja danke, dafür geht jetzt beim Laufen gar nichts mehr“. Genau diese Erfahrung hatte ich auch im letzten Jahr gemacht, die Beine sind schwer wie Blei (dank Laktat) und auch 5 km werden dann unglaublich lang; zumal auch die Laufstrecke alles andere als „ebenerdig“ verläuft. Mit einer Endzeit von 1:18 kam ich zufrieden ins Ziel, Andrea mit fast 2 Min. Rückstand auf mich, auch mit bisheriger Bestzeit. Juchhu, unter dem Strich hieß das für mich Platz 24 in der Gesamtwertung der „Jedermann-Frauen“ und der 2. Platz in meiner Altersklasse.


Auch für die anderen Triathleten in „orange“ lief es in Bornhöved wieder einmal bestens. So konnte Stephan seine Topzeit aus dem letzten Jahr zwar nicht übertreffen (Ihm fehlten ganze 12 Sekunden, da er ohne Neo gestartet war, weil in der kommenden Woche beim Bundesligastart „Neoverbot“ droht); aber er finishte erneut nach 55 Minuten (unglaublich und für die meisten von uns auch unerreichbar!) diesen Wettkampf natürlich als 1. in der Gesamtwertung.

Aber auch Tobias, Michael, Nils, Holger und Gerd konnten allesamt ihre Vorjahresergebnisse bestätigen oder sogar verbessern. So gelang Michael, sicherlich auch dank eines neuen super aerodynamischen Zeitfahrrades, eine Verbesserung um fast 4 Minuten.


In diesem Jahr gingen erstmals Betti und Jens gemeinsam an den Start (als Zweierstaffel), da Jens verletzungsbedingt nicht Laufen durfte. Betti kam als 1. Frau aus dem Wasser, Jens musste sich dann aber auf dem Rad doch von einem Konkurrenten geschlagen geben, so dass sich die beiden, trotz Bettis grandioser Laufzeit, mit einem 2. Platz in der Gesamtwertung der Staffeln zufrieden geben mussten. Selbst Betti`s Streckenrekord aus dem Jahr 2006 konnten die beiden gemeinsam nicht toppen.


Es belegten mit folgenden Gesamtzeiten in der Sprintwertung:

1:01 h Johann den 10. Platz,

1:03 h Tobias den 19. Platz,

1:05 h Michael den 36. Platz,

1:08 h Nils den 48. Platz,

1:20 h Gerd den 88. Platz


Und in der Gesamtwertung der „Jedermänner“ mit:

1:12 h Holger den 25. Platz

1:20 h Kolin den 84. Platz


Insgesamt kann ich auch in diesem Jahr die tolle Organisation dieser Veranstaltung nur wieder loben und hoffe sehr, dass im nächsten Jahr wieder mehr Frauen in „orange“ an den Start gehen. Ich werde mich weiter mit der Frage beschäftigen, ob nach 4 Jahren Training dann ein Wechsel zu den „Startpassinhabern“ auch für mich angezeigt wäre, schau`n wir mal!


- Birgit Pruß

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