Bargteheider Männer dominieren Auftakt der Triathlon Regionalliga Nord

Am Sonntag, dem 29.05. fand im Rahmen des 25. Vierlanden-Triathlon das erste Rennen der Regionalliga Nord-Saison 2022 statt. Bei nassen Bedingungen und 14 Grad im Teamsprint-Format über die Distanzen 750m-20km-5km sicherte sich das Bargteheider Team in einem praktisch perfekten Wettkampf souverän mit 2 Minuten Abstand den Sieg.



Das Team geht dieses Jahr mit einer sehr jungen Mannschaft ins Rennen und wollen alles daransetzen, den Abschied einiger Leistungsträger der letzten Jahre nicht ins Gewicht fallen zu lassen. So, standen zum Auftakt mehrere Talente der erfolgreichen Jugendschmiede der Bargteheider Triathlon Abteilung am Start: Lasse Fitschen, Leon Raeder, Lukas Stüfen, Lukas Ulka und Oliver Nissen. Letzterer erneut frisch gebackener Deutscher Duathlon Meister.


Ein homogenes Team, das die perfekte Ausgangsbasis für den Teamsprint bildete, denn es müssen alle drei Disziplinen einer Sprintdistanz (0,75-20-5) gemeinsam bewältigt werden. Am Ende müssen 4 der 5 gestarteten Athleten ins Ziel kommen. Wenn aber jemand einmal abgehängt wurde, darf er dem Team danach nicht mehr im Rennen behilflich sein.


Graue Wolken und Regen bildeten die Untermalung für den Start ins 16 Grad kalte Wasser des Hohendeicher Sees. Der Neoprenanzug ist aufgrund der Wassertemperatur an diesem Sonntag verpflichtend. Gestartet wurden die Teams im minütlichen Abstand. Die Bargteheider Männer gingen als erstes auf die Strecke und mussten so ohne Referenz von Anfang an Vollgas geben. Für diese Disziplin sollte Lasse Fitschen mit seiner Erfahrung und Schwimmstärke die beste Linie um die hausförmigen Schwimmstrecke finden. Die Taktik ging auf und nach 10:15min und einem guten Gefühl stiegen wir aus dem Wasser. Die Pace passte und das spürten wir alle.


Es folgte ein reibungsloser Wechsel und auf die Radstrecke: 10 Kilometer bei leichtem Wind am Deich entlang, bevor es dann in die andere Richtung wieder zurück ging. Eine normalerweise einfache Radstrecke, die durch die regnerischen Bedingungen und die nassen Straßen aber an Anspruch gewann. Auch hier war Lasse wieder als Leader eingeplant. Denn, sollte alles nach Plan laufen, wäre er der schwächste Läufer im Team gewesen und so beim Laufen abgekoppelt worden. Die Realität sah dann aber erstmal anders aus: Schon beim Aufspringen aufs Rad stellte sich heraus, dass Lukas Ulka schon beim Schwimmen viel investieren musste und sehr kaputt war. Nun musste er aus dem Wind genommen werden, um ihn bis zum Laufen in der Gruppe zu halten. Falls wir ihn auf dem Rad verlieren sollten, müssten wir umplanen. Aber das Team lieferte ab! Lasse, der sich beim Schwimmen und Radfahren mit einer sehr starken Leistung komplett fürs Team ausgepowert hatte, konnte somit wie es die Strategie vorgesehen hatte, beim Laufen lockerer machen, während der Rest der Mannschaft noch um jede Sekunde rannte.


Die Laufstrecke war eine simple 2,5 km Wendepunktstrecke, die auf befestigten Wegen verlief. Nach dem Radfahren hatte kaum noch jemand Reserven und wir wussten, wenn wir das nun ins Ziel bringen können, würde das eine starke Leistung sein. Leon und Lukas Ulka gingen schnell dazu über die Pace zu bestimmen und liefen vor, während ich Lukas Stüfen durch leichtes Schieben half, besser in den Laufrhythmus zu kommen. So kämpften wir uns Kilometer für Kilometer voran und waren dabei auch noch echt schnell, wie ich fand. Ab Kilometer 3 wurde es dann zäher, auch Lukas Ulka, der sich bemerkenswert seit dem Schwimmen am Limit seiner Kräfte bewegte, konnte der leichten Tempoverschärfung von Leon nicht mehr folgen. Nun ging es nur noch um mentale Kraft, von der uns Trainer Jörn, der leider nicht dabei sein konnte, jedes Training ein Lied singt. Das machte sich auf diesen Schlusskilometern des Teamsprints bemerkbar: mit letzten Kräften schafften wir es ins Ziel und keinen Schritt mehr weiter.


Das war ein perfekter Teamwettkampf, bei dem sich erst Lasse und dann alle anderen für ein gutes Ergebnis opferten. Einer der härtesten Wettkämpfe, dafür auch einer der lange in Erinnerung bleiben wird. Ausgepowert, zufrieden und auch bestätigt, denn wir hatten unsere Ansprüche in diesem Rennen getopt.

Und als wir dann endlich die Ergebnisse sahen, stand der ausgiebigen Feier nichts mehr im Wege, 1. Platz mit mehr als 2 Minuten Vorsprung! Mit den schnellsten Splits in allen Disziplinen konnten wir unsere dominante Leistung unterstreichen und freuen uns jetzt auf eine kurze Pause bis es dann in Schwerin wieder heißt: Regionalliga mit Bargteheider Beteiligung.


Kommende Wettkämpfe:

19.06. | 2. Bundesliga Nord Eutin (Sprintdistanz)

19.06. | Jugend-DM Triathlon Lübeck

19.06. | Landesliga Lübeck (Team Relay)

25.06. | Regionalliga Schwerin (Sprintdistanz)


- Oliver Nissen

 

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