Bettina Lange siegt in St. Peter- Ording

Am 9. Juli 2011 starteten drei Bargteheider Triathleten beim „Gegen den Wind Triathlon“ in St. Peter- Ording. Neben Bettina Lange nahm auch ihr Mann Jens Krohn sowie Torben Bruns bei windigem Schauerwetter an diesem anspruchsvollen Wettkampf teil.


Zwei Wochen nach dem Gewinn ihres Europameistertitels in der W 40 startete Bettina erneut über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen- 40 km Rad- 10 km Laufen).

Kurz vor dem Start wurde den Athleten bekannt gegeben, dass aus Sicherheitsgründen die Schwimmstrecke verkürzt wurde. Anstatt dreimal galt es den Dreieckskurs nur zwei Mal in der aufgewühlten Nordsee zu um schwimmen. „Ich war deswegen schon ein wenig enttäuscht, da ich gerne im Meer auch unter anspruchsvollen Bedingungen schwimme. Und schwimmen ist nun mal meine große Stärke, wo ich normalerweise einen guten Vorsprung rausholen kann…“. Dass es an diesem Tag bei der 1. Disziplin aber ganz anders laufen sollte, zeigte sich bald. „Ich hatte die Strömung vom Strand aus total falsch eingeschätzt, hielt mich nach dem Start eher links vom Feld auf. Aufgrund der hohen Wellen konnte man die Bojen schlecht sehen, peilte dann die vermeintlich richtige Boje an. Als ich kurz davor war, tauchte neben mir ein Kanufahrer auf, der wild umher fuchtelte. Er rief mir zu, ich sei zur falschen Boje geschwommen.“ Bettina bemerkte ihren Fehler und sah dann in ca. 200 m Entfernung die richtige Boje. „Ich änderte sofort die Richtung und schwamm entgegengesetzt der Schwimmrichtung zur ersten Boje zurück. Dort angekommen, war ich die allerletzte…So was habe ich auch noch nie erlebt. Ich dachte nur, besser heute als vor zwei Wochen. Dass man mal ein bisschen vom Kurs abkommt, passiert schon mal- aber komplett die falsche Boje anzusteuern ist schon heftig.“ Zum Ärgern hatte Bettina wenig Gelegenheit, galt es doch nun, das Feld von hinten aufzurollen.

„Das Schwimmen war schon anspruchsvoll- die Strömung, die hohen Wellen und die schlechte Sicht auf die Bojen reichte eigentlich schon aus. Zudem wurde einem durch längere Laufpassagen im knietiefen Wasser und den kurzen Landgang zwischen den Runden die Kraft aus den Beinen gezogen.“ Dann mussten noch ca. 600 m im Sand bis zur Wechselzone gelaufen werden. Hier schaffte es Bettina, die schnellste Frau nach dem Schwimmen noch knapp einzuholen. „Nur die Ruhe bewahren, dachte ich mir. Dass ich gut Radfahren und Laufen kann, wusste ich ja noch von der EM.“ Der zweimal zu durchfahrende Rundkurs a 20 km war dann wieder von längeren Gegenwindpassagen geprägt.

Durch einen guten Wechsel schaffte Bettina es, als erste Frau auf die Laufstrecke zu gehen. „Auch die Laufstrecke ist nicht ohne. Erst geht es ein gutes Stück durch den tiefen Sand am Strand und dann weiter in die Dünen, wo es ständig rauf und runter geht. Nach einer Runde hatte ich meinen Vorsprung auf 1:30 Minuten auf die Folgende ausgebaut, im Ziel waren es knapp 2 Minuten.“ Nach 2:19:48 kam Bettina als erste Frau ins Ziel. „Ich hab mich schon sehr gefreut, dass es am Ende dann doch gepasst hat und ich gewinnen konnte.“


Gewinnen konnte auch Jens Krohn in seiner Altersklasse M 50. In 2:18:19 wurde er 11. In der Gesamtwertung. „Der Wettkampf lief sehr gut. Nach längerer verletzungsbedingter Pause war es dieses Jahr die erste olympische Distanz für mich.“ Am nächsten Wochenende starten Jens und Bettina beim Schweriner Schlosstriathlon.


Torben Bruns nimmt jedes Jahr wieder gerne an diesem Wettkampf in seiner alten Heimat teil. Erfolgreich bestritt er die Jedermann- Distanz (0,5- 20- 5), kam als 8. der Altersklasse M 35 ins Ziel und nahm sich nach seinem Zieleilauf noch die Zeit, seine Vereinskameraden Jens und Bettina anzufeuern.

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