Dezentraler Swim&Run der Triathlon Bundesliga

Nach dem Sieg beim virtuellen Radrennen vor gut einem Monat standen nun die anderen beiden Disziplinen auf dem Plan. Der zweite Wettkampf der alternativen Bundesligasaison sollte ein dezentraler Swim&Run sein. Bedeutet, dass jedes Team die Einzelstrecken für sich selbst durchführt und diese per Video, beziehungsweise GPS-Aufzeichnungen dokumentiert, um Fairness zu garantieren. 800m Schwimmen und 5000m Laufen, die Gesamtzeiten der schnellsten 3 AthletInnen werden addiert, die geringste Teamzeit gewinnt. Je nach den jeweiligen Regelungen der Bundesländer durften sich auch mehrere Teams zur Durchführung treffen. Diese Gelegenheit haben wir genutzt, um uns gemeinsam mit dem Herrenteam des SC Itzehoe die Kante zu geben.

Neben den Bundesliga-AthletInnen Hjørdis Mick, Alicia Stölting, Bettina Lange, Stina Mick, Frederik Holm Wester, Albert Frydensberg, Friedrich Hegge und Nick Hansen waren auch die TeilnehmerInnen des SHTU-Sommertrainingslagers und einige NachwuchsathletInnen des SCI vor Ort.

Gestartet wurde mit der 800m Schwimmstrecke auf der Kurzbahn im Freibad an Diek in Brokdorf. Auch wenn viele Schwimmbäder in Schleswig-Holstein seit einiger Zeit wieder geöffnet haben, war schon im Vorfeld klar, dass aufgrund von Trainingsrückständen im Wasser nicht von allen Bestleistungen zu erwarten waren.

Hjørdis, die eigentlich sehr fit im Wasser ist, hat seit einigen Wochen mit Knie-/Wadenschmerzen zu kämpfen. Zwar beeinträchtigen sie diese vor allem beim Laufen, machen sich aber bei 32 Mal vom Beckenrand abstoßen auch bei der Schwimmzeit bemerkbar. „Zum Ende hin konnte ich mich nicht mehr mit voller Kraft abstoßen.“, erzählt Hjørdis nach dem Schwimmen. Mit 10:27 Minuten konnte sie trotzdem die beste Zeit des Teams erreichen. Ebenfalls nicht ganz zufrieden mit ihrer Schwimmleistung war Betti, die 11:39 Minuten für die Strecke benötigte. „So viele Wenden liegen mir einfach nicht. Ich wäre wahrscheinlich auf einer 50m-Bahn schneller unterwegs gewesen.“, resümierte sie am Beckenrand.

Stina und Alicia haben definitiv den Preis für das beste Synchonschwimm-Duo an diesem Tag gewonnen. Zug um Zug schwammen sie 32 Bahnen gemeinsam, bis sie nach 12:18/19 Minuten quasi gleichzeitig anschlugen. Beide haben sich während der letzten Monate neben dem sehr erfolgreichen Abschluss der Ausbildung (Stina) und der zeitaufwändigen Datensammlung für die Bachelorarbeit (Alicia), sportlich aufgrund der (vermeindlich) nicht anstehenden Wettkämpfe primär aufs Laufen konzentriert. [Für die offiziellen Ergebnislisten wurden aufgrund der Kurzbahn jeweils 10 Sekunden zu den Zeiten addiert.]

Nach einer kurzer Pause ging es nach Wilster auf die Laufbahn. Schon beim Einlaufen stiegen die Temperaturen deutlich. Keine optimalen Bedingungen für super schnelle Zeiten, aber mit diesem „Problem“ waren wir trotz der Dezentralisierung sicherlich nicht alleine und ändern konnte man es ohnehin nicht. Am Start waren alle motiviert und gespannt, auf das, was auf den nächsten 12,5 Runden möglich ist, zugleich. Hjørdis war klar, dass sie mit ihren Schmerzen keine besonders schnelle Zeit laufen kann, hat aber alles gegeben, da sie mit der schnellsten Schwimmzeit des Teams schon eine sehr gute Grundlage für die Gesamtzeit hatte. So startete sie in recht zügigem Tempo los, musste dann aber reißen lassen und lief sichtbar mit Schmerzen nach 21:30 Minuten ins Ziel.

Immerhin hat es sich gelohnt, mit der auf die Sekunde gleichen Gesamtzeit wie Teamkollegin Alicia gingen sie beide fürs Team in die Wertung ein. Nach etwas schwächerem Schwimmen war dafür für Alicia eine deutlich schnellere Laufzeit notwendig. Mit 19:38 Minuten blieb sie zwar über ihrer PB, kann aber trotzdem sehr zufrieden sein. Stina ging den ersten Kilometer mit Alicia an, musste dann aber etwas im Tempo nachlassen. „Bis Kilometer 3 lief es gut, danach war ich einfach kaputt.“, fasst Stina ihr Rennen zusammen. Mit 20:45 Minuten blieb sie zwar deutlich über ihrer PB, konnte aber ihr Laufleistung vom SHTU-HomeRun im Frühjahr bestätigen. Betti war im Gegensatz zum Schwimmen mit ihrem Lauf sehr zufrieden. Im Schnitt konnte sie gut 10 Sekunden schneller laufen als erwartet und komplettierte, mit 20:38 Minuten beim Lauf, das Mannschaftsergebnis als drittschnellste Athletin des Teams.

In der Gesamtwertung konnten wir uns mit gerade mal vier Sekunden vor dem Heikotel Tri-Team Hamburg den 4. Platz sichern. Das Podium beim dezentralen Swim&Run der 2. Bundesliga Nord belegten die Frauen aus Köln (1.) Neukölln/Berlin (2.) und Lohne (3.). Herzlichen Glückwunsch!


Die Männer vom SCI konnten sich über einen tollen 5. Platz in der Gesamtwertung freuen. [Junias Groth startete bereits am vorherigen Wochenende im Rahmen des S&R der 1.Bundesliga im Trainingslager in Kienbaum.]

- Lena Schott

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